Kasperles Abenteuer DVD 1

60 Min. Spannung und Spaß für die Kleinen zwischen 3 und 7!

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Ursachen

Die Diagnose Dreimonatskolik wird von manchen Eltern recht leichtfertig verwendet: Das Baby schreit ständig und immer wieder, also hat es Dreimonatskoliken. Das ist die falsche Vorgehensweise. Versuchen Sie es besser nach dem Ausschlußverfahren:

Vergewissern Sie sich, daß Ihr Kind weder

  • Hunger hat
  • noch Durst,
  • keine vollen Windeln
  • und keinen Zuwendungsbedarf
  • und auch nicht krank ist.
  • Das KISS-Syndrom muß natürlich ebenfalls ausgeschlossen sein.

Unter dem Punkt “Zuwendungsbedarf” spielt der Faktor Psyche eine große Rolle. Weit über das reine Sich-mit-dem-Kind-beschäftigen hinaus, also während des Stillens, Wickelns, Spielens, wenn das Baby sowieso ohne Hektik im Mittelpunkt stehen sollte, ist es zwingend erforderlich, daß das Kind in einer möglichst ruhigen Umgebung aufwächst, die keinesfalls vom Streit anderer Geschwister oder gar der Eltern geprägt sein darf. Uns wurde von mehreren Fällen berichtet, in denen ständiger Streit zwischen den Eltern Schreiattacken auslöste, die regelmäßig als Dreimonatskoliken angesehen wurden!

Treten die Koliken erst nach Umstellung von Muttermilch auf Flaschennahrung (Kuhmilchbasis) auf, dann könnte es sich um eine Kuhmilchallergie handeln, und es muß auf eine Nahrung mit anderer Basis umgestiegen werden. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Kinderazt oder der Hebamme.

Kommt als Ursache für das Schreien wirklich nur eine “echte” Dreimonatskolik in Betracht, und wenn bislang nichts dagegen helfen konnte, dann könnte es sich, neben einer Reizüberflutung, auch noch um die Auswirkungen einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit handeln, eine Reaktion, die wir schon öfter beobachten konnten.

Wenn blutsverwandte Familienmitglieder (also Vater, Mutter, Geschwister, Großeltern, usw.) unter irgendwelchen Allergien leiden, wie z.B.:

  • Hautausschläge
  • Ekzeme
  • zeitweise Heuschnupfen
  • Asthma
  • Neigung zu häufiger Bronchitis
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Mittelohrentzündungen

dann kann die Dreimonatskolik auch allergische Ursachen haben.

Finden die Schreiattacken überwiegend nachmittags und abends statt, wäre als Ursache eine Reizüberflutung durch allzu große Hektik im Alltag vorstellbar. Bei einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit wären die Koliken nicht auf die zweite Tageshälfte begrenzt (abhängig vom Frühstück der stillenden Mutter!)

Für Skeptiker ein Beispiel aus unserer Familienberatung: Ein junges Elternpaar wollte sich in einer Beziehungskrise beraten lassen. Ziemlich schnell stellte sich heraus, daß die Ursache ihrer andauernden Streitereien das nicht endende Schreien ihres acht Wochen alten Säuglings war. Nichts und niemand hatte helfen können. Unsere Vermutung, die Dreimonatskoliken könnten allergische Ursachen haben, wurden zunächst belächelt. Nachdem die Mutter ihre Ernährung nach unseren Vorschlägen umgestellt hatte, fand auch das nervenzerreißende Geschrei ihres Säuglings ein Ende! Lesen Sie, welche Abhilfen wir für Sie zusammengetragen haben und wie wir die einzelnen Methoden beurteilen.

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