|
Umfrage zu Allergie und Schulproblemen
Kinder, die aus einer Allergikerfamilie kommen oder die selbst an einer Pseudo-Allergie leiden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, in der Schule wegen Lern-Leistungsschwäche nachhaltige Probleme zu bekommen!
Das ist - auf einen Nenner gebracht - die Quintessenz aus einer (nicht-repräsentativen) Internet-Umfrage aus dem September 2006 mit knapp über 200 Teilnehmern (die in verschiedenen Eltern-Foren nicht zielgerichtet angesprochen wurden) und der Auswertung von 75 detaillierten Anamnesen von Kindern mit expliziten Schulproblemen.
Die Umfrage wurde durchgeführt von Mechthild Pflug, Familien-, Paar- und Lerntherapeutin in Salem am Bodensee; wir beschäftigen uns seit mehr als zwei Jahrzehnten intensiv mit Kindern mit Schulproblemen. Die bisherigen Erkenntnisse aus dieser Arbeit sind seit 2001 auf dieser homepage nachzulesen.
Mit den jetzt vorliegenden Umfrageergebnissen wollten wir gewisse Annahmen, die sich bei der bisherigen Arbeit herausgebildet hatten, auf Allgemeingültigkeit überprüfen.
Neben emotionalem Streß sind nach unseren Erfahrungen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten (NU) die zweite große Hauptgruppe bei der Ursache von Schulproblemen. Diese NUs sind sogenannte Pseudo-Allergien, die jedoch nicht mittels Prick-Test vom Hautarzt festgestellt werden können, häufig aber an echte Allergien gekoppelt sind, die ihrerseits sehr oft erst im Erwachsenenalter zum Ausbruch kommen.
Auch die Symptome unterscheiden sich stark von denen der Allergien im herkömmlichen Sinn. So werden z.B. durch Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Kuhmilchprodukte, Zucker, Zitrusfrüchte, u.ä. Hyperaktivität, massive Konzentrationsstörungen und regelrechte Denkblockaden verursacht, mitunter auch aggressive und depressive Stimmungsschwankungen. Diese Effekte treten nicht zufällig und sporadisch auf, sondern sind nahezu beliebig reproduzierbar, lassen sich also durch Zufuhr des entsprechenden "Allergens" (also des Nahrungsmittels, Zusatzes oder Farbstoffes, usw.) ein- und durch Weglassen wieder ausschalten!
Die Umfrage-Ergebnisse sprechen für sich: Bei der Anamnese-Gruppe (also Kinder mit erkannten Schulproblemen) leiden ca 61% an Allergien. In der Internetgruppe (in der nach der Wahrscheinlichkeit Kinder mit und ohne Schulprobleme vertreten sind) sind es etwa 35% aller Kinder im Schulalter. Insgesamt leben knapp 61% aller Schüler in Allergiker-Familien.
Eine "nicht gute" Konzentration wird in der Internetgruppe ca 58 % der Schüler von ihren Eltern attestiert, bei der Anamnese-Gruppe sind es ca 94 %!
In der Folge haben in der Internetgruppe fast 56 % aller Schüler laut ihren Eltern Frust, bei der Anamnese-Gruppe sind es sogar 68%!
Auch wenn die Ergebnisse dieser Umfrage und der Erhebung aus den Anamnesen nicht repräsentativ sind, so bestätigen sie doch die unsere bisherigen Erfahrungen: Allergisch disponierte Kinder (siehe oben) haben ein deutlich höheres Risiko, wegen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten unter Schulproblemen zu leiden, als Schüler ohne Allergien!
Diese Erkenntnis bedeutet aber für die genannte Schülergruppe keinesfalls für die Zukunft eine zwangsläufig negative Schulkarriere. Durch eine entsprechende Ernährungsumstellung lassen sich bei den betroffenen Kindern (und Erwachsenen!) Konzentrationsstörungen und Denkblockaden weitgehend minimieren, manchmal auch völlig beseitigen.
Ob das im Einzelfall erfolgversprechend ist, läßt sich zu Hause problem- und kostenlos austesten. Genauso kostenlos wie die Ernährungsumstellung selbst. Nähere Einzelheiten hier
Weitere Details: An der Umfrage haben sich genau 204 Eltern beteiligt. Sie wurden ungezielt auf folgenden Internetportalen angesprochen: www.familie.de, www.elterntreff-online.de, www.rabeneltern.de und www.urbia.de. Es ist daher davon auszugehen, daß es sich um einen einigermaßen typischen Querschnitt von interessierten Eltern handelt. In der davon unabhängigen sog. Anamnese-Gruppe sind 75 Schüler erfaßt, die deutliche Schulprobleme haben.
Durch die Arbeit mit den Schülern der Anamnese-Gruppe hat es sich als erforderlich erwiesen, eine besondere Annahme zu überprüfen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Dreimonatskoliken und später auftretenden Schulproblemen?
Wie weiter oben ausführlich dargestellt gibt es deutliche Verknüpfungen zwischen Allergien, Pseudo-Allergien und Schulproblemen. Betrachtet man nun alle allergischen Schüler aus unserer Internetumfrage, so zeigt sich, daß ca 68 % davon an Dreimonatskoliken gelitten haben!
Das heißt unter dem Strich, daß zwei von drei allergisch disponierten Kindern, bei denen im Babyalter Dreimonatskoliken beobachtet wurden, in der Schule mit Lern-Leistungsschwäche zu kämpfen haben werden!
Von der Schulmedizin werden die meisten Zusammenhänge zwischen Ernährung und möglichen Schulproblemen als nicht relevant gesehen, weil es noch keine wissenschaftlich fundierte Begründung dafür gibt. In den vergangenen Jahrzehnten konnten wir aber genau diesen Zusammenhang immer wieder beobachten und zugunsten des einzelnen Schülers ausnutzen!
Ob es nun eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt oder nicht, wir stehen auf dem Standpunkt, warum sollte man die Ernährung nicht in einer Art und Weise umstellen, die auch von der Schulmedizin als "gesund" bezeichnet wird, wenn dadurch Sohn oder Tochter bessere Leistungen in der Schule bringen können?
Hier noch einige weitere Umfrageergebnisse nach Alter und Geschlecht. Man beachte vor allem die ungleiche Verteilung zwischen Jungen und Mädchen!
|
|
|
|
Schüler
|
Schülerinnen
|
|
|
|
|
|
|
|
Allergie
|
im Grundschulalter
|
bei
|
28 %
|
35 %
|
|
|
10 Jahre und älter
|
bei
|
50 %
|
35 %
|
|
|
|
|
|
|
|
Otitis
|
im Grundschulalter
|
bei
|
58 %
|
50 %
|
|
|
10 Jahre und älter
|
bei
|
56 %
|
64 %
|
|
|
|
|
|
|
|
Bronchitis
|
im Grundschulalter
|
bei
|
39 %
|
27 %
|
|
|
10 Jahre und älter
|
bei
|
44 %
|
12 %
|
|
|
|
|
|
|
|
Konzentrationsprobleme
|
im Grundschulalter
|
bei
|
64 %
|
39 %
|
|
|
10 Jahre und älter
|
bei
|
83 %
|
47 %
|
|
|
|
|
|
|
|
Frust
|
im Grundschulalter
|
bei
|
61 %
|
46 %
|
|
|
10 Jahre und älter
|
bei
|
61 %
|
59 %
|
|
|