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Ernährung

Mit der richtigen Ernährung gegen die Dreimonatskolik

Wir gehen davon aus, daß Sie schon bisher konsequent auf Schlafdie allgemein und überall genannten Nahrungsmittel verzichtet haben, die Stillende sowieso meiden sollten um Blähungs- beschwerden beim Kind vorzubeugen, wie z.B. weiße und rote Bohnen, Zwiebeln, Sauerkraut, Kohlgemüse, kohlensäurehaltige Getränke usw. Wenn nicht, sollten Sie Ihre Eßgewohnheiten umgehend entsprechend umstellen!

Haben Sie sich daran gehalten und hat Ihr Baby trotzdem Dreimonatskoliken, dann können Sie den nächsten Schritt tun:

Probeweise Ernährungsumstellung

Die “richtige” Ernährung ist so einfach, daß wir sie gar nicht Diät nennen wollen: Essen Sie zwei bis drei Tage lang nur gekochte Kartoffeln, Nudeln oder Reis mit Margarine (nicht Butter), morgens und abends Reiswaffeln mit Margarine (vielleicht mit Honig) und trinken Sie Leitungswasser, stilles Mineralwasser oder Fencheltee. Auch Bananen sind erlaubt. Ihrem Baby sollten Sie nach jedem Stillen ein paar Schlucke warmen Fencheltee geben.

Liebe RatgeberInnen,

die Ernährungstips gegen hoch- gradige Bauchkrämpfe und Blähungen habe bei uns voll angeschlagen. Alles ist so geschehen, wie Sie es in Ihrem Artikel geschildert haben. Die Liste der Nahrungsmittel, die ich nicht essen darf, musste ich leider noch ein wenig erweitern: Tomaten, Mango und Weintrauben gehen auch nicht.
Mittlerweile ist mein Baby schon Ende des 4. Monats und die Koliken sind vorüber.
.......

Frau S.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, daß die Koliken bereits nach dem ersten Tag aufhören! Wir setzen allerdings voraus, daß Ihr Kind keinen gesundheitsbeeinträchtigenden Umwelteinflüssen wie z.B. Zigarettenrauch ausgesetzt ist!

Planen Sie in dieser Zeit weder ein Haus voller Besuch noch irgendwelche unüblichen Unternehmungen, damit die Ergebnisse nicht wegen Reizüberflutung und daraus resultierender Schreistunden verfälscht werden können. Um andere Fehlergebnisse auszuschließen, sollten Sie während dieser Test-Tage auch keine Medikamente gegen die Dreimonatskoliken verabreichen.

      Wenn das Baby bei strikter Einhaltung dieser ”Diät” trotzdem noch Dreimonatskoliken haben sollte, dann sind die Ursachen nicht bei der Ernährung, sondern an anderer Stelle zu suchen, z.B. Reizüberflutung oder Dauerstreß, weil sich die Eltern ständig streiten. Siehe dazu auch unsere Ausführungen zum Ausschlußverfahren.

Verhalten nach der Probephase

Hat Ihr Baby bislang Dreimonatskoliken gehabt und ist es nach Ihrer Ernährungsumstellung beschwerdefrei, liegt die Vermutung nahe, daß Sie allergisch disponiert sind und Ihr Kind an einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit leidet!

      Allergie - ja oder nein

      Hier kommen wir zu einem kleinen, psychologischen Problem: Aus unserer langjährigen Beratungspraxis wissen wir, daß sich ein nicht geringer Prozentsatz aller Betroffenen gegen den Verdacht zur Wehr setzt, er könne eine Allergie haben! Selbst offensichtliche, akute Heuschnupfenanfälle werden nicht mit dem Krankheitsbild Allergie in Verbindung gebracht. Eine Allergie liegt zwar - streng medizinisch betrachtet - nur dann vor, wenn sie beim Hautarzt mit einem Prick-Test festgestellt werden kann. Viele Menschen haben jedoch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, sog. Pseudo-Allergien, ohne davon überhaupt etwas zu wissen. Diese Unverträglichkeiten sind nicht mittels Prick-Test herauszufinden!

      Mögliche Symptome einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit können sein: Häufige Kopfschmerzen, leichte Reizbarkeit, manchmal auch Niedergeschlagenheit, Laufnase oder verstopfte Nase ohne gleichzeitige Erkältung, Neigung zu Bronchitis. Wenn also solche Faktoren in der engeren Familie (Blutsverwandtschaft) auftreten, wäre es für die Mutter einen Versuch wert, unsere Ernährungsvorschläge umzusetzen.

Unserer Erfahrung nach gehören folgende Nahrungsmittel zu den möglichen Verursachern einer Dreimonatskolik (Verdachtsliste):

  • Zitrusfrüchte
  • Kiwis
  • Äpfel
  • Apfelsaft (egal, ob von gespritztem oder ungespritztem Obst)
  • Zucker
  • Paprika rosenscharf
  • Curry
  • Milch und Milchprodukte
  • Nüsse
  • Geschmacksverstärker (versteckt sich auch hinter der Bezeichnung “Würze”)

Und auf Grund der obigen Zuschrift erweitern wir unsere Verdachtsliste noch um:

  • Tomaten
  • Mango
  • Weintrauben

Zu den verträglichen Obstsorten gehören Bananen.

Führen Sie genau Buch darüber, was Sie essen oder trinken, damit Sie jederzeit die Kontrolle über den möglichen Verursacher einer neuen Kolik haben! Nach den drei Test-Tagen können Sie sich wieder normal ernähren - aber ohne die Nahrungsmittel aus der Verdachtsliste. Nehmen Sie von der genannten Liste jeweils nur eines neu mit in Ihren Speiseplan auf und verwenden Sie es drei Tage hintereinander. Wenn Ihr Kind beschwerdefrei bleibt, können Sie es weiterhin zu sich nehmen, so oft Sie mögen. Nach dem dritten oder vierten Tag kommt das Nächste.

Geschmacksverstärker sollten Sie allerdings grundsätzlich meiden!

Sollten Sie Bedenken haben, längerfristig auf Milchprodukte zu verzichten, können Sie auf Soja ausweichen. Hier sind Allergien relativ selten.

Wenn Sie Fragen haben, dan nutzen Sie das kostenlose Feedback zur Familien-, Paar- und Lerntherapeutin!